Prokrastination
Aufschieben ist selten Faulheit. Oft schützt du dich vor Druck, Angst oder Überforderung. Wenn du das verstehst, kannst du dich wieder in Bewegung bringen – ohne dich zu beschimpfen.
Kurz erklärt
Prokrastination ist oft eine Stressreaktion: Deine Aufgabe fühlt sich zu groß, zu unklar oder zu bedrohlich an. Das Gehirn wählt kurzfristige Entlastung (Handy, Putzen, irgendwas anderes). Lösung: Aufgabe kleiner, Start leichter, Druck weniger.
Die häufigsten Gründe
- Überforderung („Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“)
- Perfektionsdruck („Es muss gleich richtig sein“)
- Angst vor Bewertung („Was, wenn ich scheitere?“)
- Unklarheit („Was ist überhaupt das Ziel?“)
Die 5-Minuten-Startregel
- Definiere den kleinsten Start (z. B. „Dokument öffnen“).
- Stelle einen Timer auf 5 Minuten.
- Nur starten, nicht fertig werden.
- Danach entscheiden: 5 Minuten weiter oder stoppen (beides ist okay).
Der Trick: Du trainierst den Start. Starten ist oft der schwerste Teil.
Dranbleiben ohne Druck
- Klare nächste Schritte statt große Ziele
- „Gut genug“ als Standard
- Arbeitsumgebung so einfach wie möglich